Presseberichte Session 2015/2016

https://www.vr-bank-rhein-erft.de/wir-fuer-sie/engagement/Regionales_Engagement/Naerrische_Elias_Bruehl.html

 

 

Der „Närrische Elias“ in Brühl

 

 

Am Sonntag, 07.02.2016, fuhr eine Abordnung der VR-Bank, bestehend aus Bereichsleiter Filialgeschäft Thomas Leurs und Regionalleiter Markus Jordan, ausgestattet mit reichlich Wurfmaterial, im Brühler Karnevalszug „Närrischer Elias“ mit.

Auf dem Festwagen des Festausschusses Brühler Karneval konnten sie, u. a. neben Bürgermeister Dieter Freytag und FBK-Präsident Wilfried Hägele, die tausenden Zuschauer am Zugweg in der Brühler Innenstadt mit „Kamelle, Strüßje“ und vielem mehr beglücken. Da der Wettergott doch noch hold war, konnten alle, insbesondere die vielen Kinder, den Zug genießen.

 

 

Brühler Marktmagazin

Nr. 255 01/2016

 

Der „Närrische Elias“ kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken.

 

„Bröhl es widder do!“

Karnevalssonntag in Brühl: Tausende Jecken säumen die Straßenränder und feiern den prachtvollen „Närrischen Elias“, der sich mit einem Kamelleregen nach dem anderen bei den zahlreichen Besuchern bedankt. Eine typische Szenerie im Karneval der Schlossstadt – doch das war nicht immer so.

Von Dennis Müller

 

Die Geschichte des Brühler Karnevals ist lang und nicht einfach zu erzählen. Lange gab es keinen Ort, an dem historische Quellen gebündelt gelagert wurden und einsehbar waren. Seit 2014 steuert der Festausschuss Brühler Karneval vor allem in Person von Archivarin Margret Malessa-Hägele dem entgegen: Orden, Zeitungsartikel und historische Bilder zeugen von einer wechselvollen Geschichte des Brühler Karnevalszuges. Wie überall, sorgte auch in Brühl der zweite Weltkrieg für eine tiefgreifende Zäsur im karnevalistischen Treiben, wie die dünne Quellenlage zu dieser Zeit dokumentiert. Doch es finden sich Bilder aus Vorkriegszeiten: Aus dem Jahr 1929 stammt die erste Bildquelle, auf der Männer in Uniform zu sehen sind, die durch Brühls Straßen streifen. Am Straßenrand steht ein Herr mit Narrenkappe, der bezeugt: Hier handelt es sich nicht um eine Militärparade; dat es Karneval!

 

Zweimal feiert Brühl Comeback

Nach dem Krieg sieht das ganze schon etwas anders aus: Die Straßen werden nicht mehr nur von einigen Jecken gesäumt. 1952 ist ganz Brühl auf den Beinen! Der Karneval hellt in der schweren Nachkriegszeit die Gemüter auf und sorgt für schöne Stunden. Auf den zeitgenössischen Bildern zeugt alles vom Wiederaufbau: Während Karnevalswagen durch die teils noch beschädigten Straßen fahren, feiern die Brühler Jecken auf Spruchbändern neue Bauprojekte: „Nächs Johr krieje mer en Strossebahn“ ist auf einem Wagen zu lesen. Die Straßenbahn – das weiß jeder Brühler Jeck – wird später noch eine wichtige Rolle in der Geschichte des Brühler Zuges spielen. Doch erst die zweite große Zäsur: Nur zwei Jahre später, 1954, ist erst einmal Schluss: Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Gesellschaften wird 17 Jahre kein Zug mehr stattfinden. Der lebhafte Brühler Karneval erwacht erst 1970 aus seinem Dornröschenschlaf.

 

Ein Name für den Zoch

Auf Initiative Karl-Heinz Sickens, Jupp Zimmers und schließlich auch des Bürgermeisters Wilbert Hans und Stadtdirektors Dr. Wilhelm Schumacher setzen sich die Vereine zu einem Gespräch über den „Brühler Straßenkarneval“ zusammen. Die Strukturen werden professionalisiert: Der Festausschuss Brühler Karneval entsteht, ab 1974 wird das Amt des Prinzenführers fest im FBK installiert. 1971 ist die ganze Schlossstadt aus dem Häuschen: Endlich hat Brühl wieder einen Karnevalszug. Die 12 Wagen werden auch in der lokalen Presse euphorisch angekündigt. Das Motto übernehmend titelt der Schlossbote: „Ons Bröhl es widder do!“ Der Zugweg ist natürlich kleiner als heutzutage: Die „kleine acht“ beschreibend startet er In der Maar, führt die Bonnstraße herunter bis zum Markt, biegt dann in die Heinrich-Esser-Straße bevor er die Mühlenstraße entlang geht und schließlich am Beginn der Pingsdorfer Straße endet. Seither muss der Brühler nicht mehr auf seinen Zug verzichten, dem er 12 Jahre später liebevoll noch einen originellen Namen verlieh. Eine Jury zerbrach sich den Kopf und nannte den Zug schließlich: „Närrischer Elias“ – in Anspielung auf die „Feuriger Elias“ genannte Eisenbahn, die einst direkt über den Brühler Markt führte. Bürgermeister Wilhelm Schmitz war 1983 Vorsitzender der Jury und fand die Worte, die auch heute noch auf den Karneval in der Schlossstadt zutreffen: „Närrischer Elias, das ist ein Name, der kann nur mit Brühl identifiziert werden. Er verbindet ein Stück Geschichte, ein Stück Brauchtum und konserviert es für die Zukunft. Rosensonntagszüge, die gibt es überall. Aber wir haben jetzt unseren Närrischen Elias!“

 

 

 

Foto: dju Übergabe der jecken Karossen an die Brühler Dreigestirne in der Wagenbauhalle.

Brühler Schloßbote

Montag, 01.02.2016

 

Narrenschiffe übergeben

Brühl (dju). Der große sonntägliche Karnevalsumzug über die Straßen Brühls, der „Närrische Elias“, steht unmittelbar bevor. Hierzu übergab der Festausschuss Brühler Karnevals nun auch die Festwagen an die Brühler Dreigestirne. In der Wagenhalle an der Fischenicher Straße überreichte FBK-Präsident Wilfried Hägele einen symbolischen Wagenschlüssel an das Kinderdreigestirn und an das große Trifolium. Danach übergab Wagenbaumeister Werner Billig den „Bömmel“ aus Wolle in den Vereinsfarben der Westler an Prinz Markus I., der damit den Prinzenwagen schmückte. Und den Wagen für das Kinderdreigestirn ziert an der Front ein Dreigestirn aus Puppen.

 

 

 

Landtag aktuell

187. Ausgabe, 29.01.2016

 

Brühler Dreigestirn zu Gast

Im Foyer des Düsseldorfer Parlamentsgebäudes zeigten am Dienstag wieder 111 Tollitäten aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens, wie bunt die fünfte Jahreszeit ist.

Mittendrin rief das Brühler Dreigestirn, Prinz Markus I., Bauer Alwin und ihre Lieblichkeit Jungfrau Uwéla „Landtag Alaaf!“ Die drei brachten gemeinsam mit ihrem Prinzenführer Karl-Heinz Becker und ihren Adjutanten Stimmung in die „verbotene Stadt“. Ich habe mich sehr gefreut, dass das Dreigestirn aus meiner Heimatstadt zu Gast in Düsseldorf war.

 

Ich wünsche allen Jecken einen tollen und sicheren Fastelovend, schöne Umzüge und leckere Kamelle!

Gregor Golland

 

 

Foto: Harald Zeyen KSK-Regionaldirektorin Nicole La Noutelle (2.v.l.) mit den Tollitäten aus Brühl und den bei-den Moderatoren Steffi Koullen (l.) und Christian Köhl (r.).

Brühler Schloßbote

Freitag, 29.01.2016

 

Wahrer Geldregen

Kreissparkasse Köln unterstützt Tollitäten in Brühl

Brühl (huz). Ein wahrer Geldregenprasselte in diesen Tagen auf die Tollitäten aus Brühl beim traditionellen Karnevalsempfang, die diesmal im Rahmen der Prämierung der schönsten Orden 2016 stattfand, hernieder. Das Kinderdreigestirn mit Prinz Mike I., Bauer Robin und Jungfrau Lisa durften sich über 111,- € freuen, während ihre großen „Kollegen“ das Brühler Dreigestirn mit Prinz Markus I. an der Spitze, das Schwadorfer Dreigestirn, vertreten durch Jungfrau Erika (Dirk Erken) und Badorf-Eckdorfs Prinz Toibias I. jeweils einen Scheck über222,- € aus den Händen von KSK-Regionaldirektorin Nicole La Noutelle erhielten. Moderiert wurde der bunte Abend von Steffi Koullen und Christian Köhl.

 

 

Da waren es auf einmal sechs: Die Brühler und Kölner Tollitäten mit Kaiserbahnhof Ge-schäftsführer Roger Schönau (l.). Foto: Harald Zeyen

Brühler Schloßbote

Freitag, 22.01.2016

 

Sternstunde der Dreigestirne im Brühler Kaiserbahnhof

Historische Begegnung zwischen Köln und Brühl

 

Brühl (huz). Es war ihr letzter Auftritt an diesem Abend, aber es war einer, der es in sich hatte: Zum einen fand eine historische, bisher einmalige Begegnung zwischen dem Brühler und dem Kölner Dreigestirn statt, zum anderen verteilten die Gastgeber Wolfgang von Moers, Chef der Kölner WvM Immobilien und Projektentwicklung GmbH und Mitgesellschafter des „Kaiserbahnhof“, sowie Roger Schönau, Geschäftsführer des Brühler „Kaiserbahnhof“, Spendengelder in Höhe von insgesamt 55.000€ für Charity Projekte.

Im Mittelpunkt eines bunten, karnevalistischen Programms mit dem Besuch des Brühler Kinderdreigestirns und einem begeisternden Auftritt von „Kuhl un de Gäng“ stand natürlich die „Alaaf Verbrüderung“ im Zeichen des Kölner Sessionsmottos „Mir stelle alles op de Kopp". Prinz Thomas II. (Elster), Bauer Anton (Ulrich Anton Maslak) und Jungfrau Johanna (Jörg Hertzner) wurden von ihren Brühler „Kollegen“, Prinz Markus I., Bauer Alwin und Jungfrau Uwéla mit Umarmungen auf der Bühne empfangen. Anschließend durfte das Kölner Trifolium zwei Riesenspenden für die beiden unzertrennlich“ Projekte in der Kinderklinik Amsterdamer Straße aus den Händen von Schönau und von Moers entgegennehmen. Für die geplanten Projekte, Eltern übernachten, wohnen und spielen mit ihren erkrankten Kinder in eigens eingerichteten Zimmern sowie eine Eltern Kind Küche, wurden Riesenspenden über 26.000 bzw. 19.000€ überreicht.

Zuvor hatte das Brühler Dreigestirn stellvertretend für den Festausschuss Brühler Karneval einen Scheck über 10.000€ erhalten, um mit dem Geld u.a. die Jugendarbeit im Brühler Karneval und weitere karitative Initiativen zu unterstützen. „Wir fühlen uns als Brühler und wollen uns der Stadt verstärkt öffnen", sagte Schönau. Und so war es kein Wunder, dass er von Fidele Senatspräsident Albert Damaschke offiziell in den Senat der Karnevalsgesellschaft aufgenommen und mit entsprechender blaugoldener Mütze versehen wurde.

 

 

 

Foto: dju Das Brühler Dreigestirn überreichte eine Spende an die Brühler Feuerwehr.

Brühler Schloßbote

Freitag, 22.01.2016

 

Dreigestirn unterstützt Jugendfeuerwehr

 

Brühl (dju). Das Brühler Dreigestirn mit Prinz Markus I., Bauer Alwin und Jungfrau Uwéla, besuchte samt Gefolge die Brühler Feuerwehr. In der dortigen Floriansstube übergab das Trifolium einen Scheck über 1222,- € für die Jugendfeuerwehr an den Leiter der Feuerwehr, Peter Berg, sowie den Vorsitzenden des Feuerwehrfördervereins, Hans Meeth. „Das Engagement der Feuerwehr für das Leben und die Sicherheit der Brühlerinnen und Brühler ist einmalig“, lobte Prinz Markus I. die Arbeit der Feuerwehr. Daher sei es dem Dreigestirn besonders wichtig, die Jugendarbeit zu fördern. Die Brühler Jugendfeuerwehr wird von Kevin Kosinski geleitet.

In ihr üben rund 30 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren das Bekämpfen von Bränden und mehr. Treffpunkt ist jeweils mittwochs um 18 Uhr an der Feuerwache in der Rheinstraße.

 

 

 

Foto: Harald Zeyen Brühls Kinderdreigestirn vor der von ihnen und dem FBK gestifteten Schaukel, die mit einer Federwippe demnächst Flüchtlingskindern als Spielmöglichkeit zur Verfügung steht.

Brühler Schloßbote

Freitag, 22.01.2016

 

Schaukeln und Wippen an der "Untermühle"

Kinderdreigestirn schenkte Flüchtlingskinder Spielgeräte

 

Brühl-Pingsdorf. Das Brühler Kinderdreigestirn 2016 mit Prinz Mike I. (Hauptmann), Bauer Robin (Hoffmann) und Jungfrau Lisa (Hauptmann) hat wie ihre Vorgänger den Kopf hingehalten, um die Lebenssituation von Kindern, die in Brühl mit ihren Familien Schutz suchen, zu verbessern. „Wir haben so viele Euros gesammelt, dass wir den Kindern davon zwei Spielgeräte schenken können", berichteten die kleinen Narrenfürsten stolz. Beim Rievkochefest ihrer Heimatgesellschaft, der Vochemer Ölligspiefe, und beim Vochemer Jahrmarkt haben sie ihre Köpfe durch eine Wurfwand gesteckt und sich mit Softbällen bewerfen lassen. Für jeden Wurf kassierten sie einen Euro. Anschließend sind die drei mit einem Sparschwein noch über den Festplatz gelaufen. Beim Begegnungsfest am Tag des Flüchtlings haben sie dann Waffeln gebacken und auch für einen Euro verkauft.

Insgesamt war ihr Sparschwein prall mit 700,- € gefüllt. Begeistert von so viel sozialem Engagement verdoppelte der Festausschuss Brühler Karneval die Summe, so dass Bürgermeister Dieter Freytag den Kauf von zwei Spielgeräten in Auftrag geben konnte. Die Schaukel und die Federwippe wurden jetzt auf dem Spielplatz „Untermühle“ in unmittelbarer Nähe der neuen Flüchtlingsunterkunft „Rheinischer Hof“ eingeweiht. Erste „Testpersonen“ waren Kinder des Kindergartens St. Pantaleon Pingsdorf, deren Leiterin Silke Pohl ebenso den Orden der Kindertollitäten erhielt wie die Beigeordnete Stephanie Burkhardt.

 

 

 

Judith Blattner überreichte den Schlüssel des VW Multivan an die Blauen Zylinder. Foto: Harald Zeyen

Brühler Schloßbote

Montag, 18.01.2016  10:44 Uhr

 

Ein Siebensitzer für die Blauen Zylinder

 

Fahrzeugübergabe und Karnevalsempfang im Autohaus Geissler der Auto Thomas Firmengruppe

 

Brühl (huz). Auch in dieser Session hat das Autohaus Geissler den „Blauen Zylindern - dem Brühler Ex-Dreigestirn von 2015 mit Fritz Wittig, Maternus Roevenich und Conny Sahler - ein Fahrzeug für ihre diversen Auftritte in dieser Session übergeben. Jürgen und Judith Blattner sowie Bernhard Brungs, die drei Geschäftsführer der Auto Thomas Firmengruppe, sowie Verkaufsleiter Ralf Suttner überreichten den Schlüssel eines VW Multivan an die Brühler Ex-Tollitäten. Diese freuten sich sehr, denn das moderne Fahrzeug bietet Platz für sieben Personen, eine Standheizung und genügend Stauraum für ihre Ausrüstung. Eingebettet war die Übergabe des neuen „Blaue-Zylinder-Wagens“ in ein großartiges und mitreißendes Programm mit dem Brühler Dreigestirn und der Schlossgarde rut-wieß, den „Blömcher“, den Krageknöpp und – als absoluter Höhepunkt - der jungen Band Kasalla.

 

 

 

Foto: Harald Zeyen Freut sich auf seine „Kollegen“ aus Köln: Das Brühler Dreigestirn mit Kaiserbahnhof-Geschäftsführer Roger Schönau (2.v.l.), FBK-Chef Wilfried Hägele (3.v.r.) und Prinzenführer Karl-Heinz Becker (r.).

Brühler Schloßbote

Freitag, 15.01.2016

Im Kaiserbahnhof wird Geschichte geschrieben

 

Brühl-Kierberg. Die beiden Städte Brühl und Köln waren schon immer im Herzen verbunden, nicht nur in Zeiten der Not, als die Brühler die Klütte bis nach Köln trugen. Das Motto der Kölner „Mir stelle alles op de Kopp“ ist daher mehr als nur eine „Alaaf-Verbrüderung“, die ohnehin längst überfällig war, meinte Kaiserbahnhof-Geschäftsführer Roger Schönau. Und so kommt es zum Treffen der Tollitäten aus der Domstadt mit denen aus der Schlossstadt im Kaiserbahnhof am 21. Januar (ausverkauft). „Diesem Anlass gebührend wird natürlich auch der Gemeinnützigkeit und Charity besondere Bedeutung beigemessen“, so Wolfgang von Moers, geschäftsführender Gesellschafter der WvM Immobilien- und Projektentwicklung GmbH sowie Mitgesellschafter im Kaiserbahnhof Brühl. Unter anderem werden von der WvM 10.000,- € an den Festausschuss Brühler Karneval für gemeinnützige und Jugendförderungsprojekte übergeben. Zudem stiftet die WvM 10.000 süße Täfelchen als Wurfmaterial u.a. für das Haus Schumaneck. Mit der Tollitätenbegegnung verbindet Roger Schönau („Ich fühle mich als Brühler!“) die verstärkte Hinwendung seines Hauses zur Schlossstadt. Seinen Ausdruck findet dies in einem Bierdeckel mit der Aufschrift „Wir sind Brühl“.

 

 

 

Rundschau, 15. Januar 2016

 

Neue Wippen

 

BBRÜHL-PINGSDORF. Die Brühler Kindertollitäten 2016 mit Prinz Mike I. (Hauptmann), Bauer Robin (Hoffmann) und Jungfrau Lisa (Hauptmann) haben ihren Kopf hingehalten, um Geld für neue Spielgeräte auf dem Platz an der Untermühle in Pingsdorf zu sammeln. In der Nähe der Flüchtlingsunterkunft Rheinischer Hof sollen davon vor allem die Flüchtlingskinder profitieren. Dafür jeckten die kleinen Tollitäten beim Rievkochefest ihrer Heimatgesell- schaft, der Vochemer KG Ölligspiefe, und beim Vochemer Jahrmarkt der Bürgergemeinschaft ihre Köpfe durch eine Wand und ließen sich gegen Geld mit Softbällen bewerfen. Beim Begegnungsfest am Tag des Flüchtlings verkauften sie Waffeln. 700Euro kamen zusammen. Der Festausschuss Brühler Karneval legt die gleiche Summe noch mal drauf. So konnten jetzt mit Vertretern der Stadt gleich zwei Wippen auf dem Platz eingeweiht werden. Die Kleinen aus der Kita um die Ecke erprobten sofort die neuen Spielgeräte. (höb/Foto: Höhne)

 

 

 

 

Foto: Harald Zeyen Würdiger neuer Träger des Schlosschinesen: Roland Mohlberg (2.v.l.) mit Präsident Wolfgang Lis und Laudator Hans Theo Klug.

Brühler Schloßbote

Freitag, 13.01.2016

 

Ein Mann, der Zeichen setzte

Schlossgarde verlieh Schlosschinesen an Roland Mohlberg

 

Brühl. Die Schloßgarde rut-wieß feierte ihren traditionellen Gardecorpsappell wieder im Ramada- Hotel. "Mit dieser Veranstaltung stimmen wir uns bei einem gemütlichen Beisammensein auf unser 4 x 11-jähriges Jubiläum ein", sagte Präsident Wolfgang Lis. Neben der Geselligkeit standen einige Ehrungen im Blickpunkt. Im Mittelpunkt standen dabei zwei Urgesteine der Gesellschaft: Jochen Kurz wurde zum Oberstleutnant und Ehrenkoch der Garde ernannt, Heinz Fahnenstich wurde mit dem Verdienstorden des Senats geehrt. Darüber hinaus begrüßte Lis 14 neue Schloßgardisten. Andreas Greul und Alfred Ochs wurden zu Senatoren ernannt, Gerd Kordmann wurde in den Herrenelferrat aufgenommen und Guido Vetterling erhielt den Verdienstorden der KG. Höhepunkt war wieder die Verleihung des Schlosschinesen, der höchsten Auszeichnung der Gesellschaft und die wertvollste im karnevalistischen Brühl. Würdiger Preisträger in dieser Session wurde Roland Mohlberg, langjähriger Brühler Kinderprinzenführer, der seine letzte Session in dieser Funktion begeht. Hans Theo Klug schlug in seiner Laudatio den Bogen von der Zuverlässigkeit und Ausdauer des "Rasenden Rolands" auf Rügen zu der des Funktionärs Roland Mohlberg, der nicht nur elf Jahre lang das Ehrenamt des Kinderprinzenführers bekleidete, sondern auch Zeichen setzte für den fairen Handel ("Jecke Fairsuchung") im Karneval und die Lokale Agenda. Sichtlich gerührt nahm Mohlberg die wunderschöne Auszeichnung entgegen, bekannte sich als "raderdoll" und dankte insbesondere seiner Frau, die ihm stets den Rücken freigehalten habe. Zum Abschluss der jeck-festlichen Veranstaltung begeisterten die Elferratsdamen der Schlossgarde, die dank Marion Heinen wieder mit einer herrlichen Tanzdarbietung aufwarteten.

 

 

Roland Mohlberg erhielt denSchlosschinesen (Foto: Klose)

Rundschau, 11. Januar 2016

 

„Ich bin stolz und dankbar“

Prinzenführer des Brühler Kinderdreigestirns erhielt den Schlosschinesen

 

von MARGRET  KLOSE

 

BRÜHL. „Ich bin radderdoll“, meinte Roland Mohlberg. Tränen liefen ihm über die Wangen. In Anerkennung seines Ehrenamtes als Prinzenführer des Brühler Kinderdreigestirns hatte ihn die Schlossgarde Rut-Wieß am Sonntagnachmittag mit ihrer höchsten Auszeichnung geehrt: dem Brühler Schlosschinesen. „Ich bin stolz und dankbar“, sagte Mohlberg.

 

<<Entweder mache ich die Arbeit ordentlich oder gar nicht.>>

Roland Mohlberg

Prinzenführer

 

Stolz, weil er sich nun in eine Reihe von verdienten Karnevalisten einreihen dürfe, dankbar, weil sein Arbeitgeber und vor den Dingen seine Frau ihm für das Ehrenamt elf Jahre lang den Rücken freigehalten habe.

 

Nicht im Traum hätte er es jedoch für möglich gehalten, für dieses Ehrenamt eines Tages mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden. Tränen standen ihm schon bei der Laudatio in den Augen. Hans-Theo Klug, der die Ansprache hielt, ließ aber auch nichts aus. Er lobte den in Köln geborenen Mohlberg, der im jugendlichen Alter von 16 Jahren 1974 mit der Familie nach Brühl zog, als einen Mann, der Freude und Erfüllung in seiner Arbeit als Kinderprinzenführer gefunden hat. Besonders das ehrenamtliche Engagement dieser Aufgabe hob Klug hervor, bei dem sich Mohlberg als „Mädchen für alles“, um die Kostüme, die Reden und die Orden genauso kümmere wie um den Zeitplan. Er übe mit den Kindertollitäten sogar die Bühnenauftritte, die sich in der heißen Phase des Karnevals locker auf 100 bis 120 Auftritte belaufen könnten. „Das ist auch wichtig“, meinte der Preisträger. Denn immerhin sei das Kinderdreigestirn ja Repräsentant der Stadt. Sowieso vertritt er den Standpunkt: „Entweder mache ich die Arbeit ordentlich oder gar nicht.“ Um nun der neuen Generation Platz zu machen, plant er zum Ende der Session 2016 auch das Ende seiner Karriere als Prinzenführer des Kinderdreigestirns.

 

 


 

Jungfrau Lisa, Prinz Mike I. und Bauer Robin haben in der Schlossstadt Brühl das närrische Regiment über den Nachwuchs übernommen. (Foto: Mrziglod)

Rundschau, 11. Januar 2016

 

Vorliebe für Fußball und Fischstäbchen

Prinz Mike I., Bauer Robin und Jungfrau Lisa übernehmen die Macht

 

von WOLFGANG MRZIGLOD

 

BRÜHL. „Ob weiß, ob schwarz, ob leicht, ob schwer - Mir fiere all dä Fasteleer“ - unter diesem Motto ist am Wochenende das Brühler Kinderdreigestirn von Bürgermeister Dieter Freytag in sein Amt eingeführt worden. Nachdem die Amtsvorgänger, die die KG Treue Husaren gestellt hatten, ihre blauen Mützen empfangen hatten, war der Weg frei für die Nachfolger, die der Bürgermeister zusammen mit Festausschusspräsident Wilfried Hägele präsentierte. Aus Freytags Hand erhielten sie Zepter, Dreschflegel und Spiegel.

Ein Herz für den FC Köln

 

Prinz Mike I. (Hauptmann) ist zehn Jahre alt. Er kam in Brühl zur Welt, lebt in Vochem und besucht die fünfte Klasse der Elisabeth von Thüringen Schule. Zu seinen Hobbys gehört Angeln und Fußball. Er baut gern mit Lego Star Wars und spielt auf Playstation und Nintendo. Bei den Vochemer Ölligspiefen trägt er die Fahne. Er liest gern lustige Taschenbücher und schaut viel Fernsehen. Sein Herz schlägt für den 1. FC Köln. Und im Urlaub geht es mit der Familie nach Holland, Hamburg oder ins Erzgebirge. Zu Ostern war er sogar in der Dominikanischen Republik. Bauer Robin (Hoffmann) kam vor etwas mehr als elf Jahren im Severinsklösterchen auf die Welt. Mit zwei Jahren zog er dann nach Brühl-Badorf um. Seit dem Sommer geht er in die fünfte Klasse der Brühler Gesamtschule. In seiner Freizeit spielt er Fußball oder fährt Scooter. Er hat vier Geschwister im Alter von sechs, neun, 13 und 16 Jahren. Sie alle haben den Karneval im Blut. Der Papa war Bauer im Brühler Dreigestirn 2012. Damals wurde auch Robin ein Falkenjäger. Aber nach einem Jahr holte ihn seine Schwester zu den Vochemer Ölligspiefen, wo er in der Burgwache aktiv ist. Zum Bauern im Dreigestirn wurde er durch seinen Freund Mike, der ihn einlud, mitzumachen. Jungfrau Lisa (Hauptmann) ist acht Jahre alt, in Brühl geboren und die Schwester von Kinderprinz Mike I. Sie geht in die dritte Klasse der Melanchthonschule. Sport und Musik sind ihre Lieblingsfächer. Zu ihren Hobbys gehören Fahrrad und Inliner fahren, Trampolin springen oder Gesellschaftsspiele. Sie tanzt in der Garde der Ölligspiefe. Am liebsten isst sie Spaghetti und Fischstäbchen. Und im Urlaub geht es ins Erzgebirge oder zum Patenonkel in die Dominikanische Republik. Durch die Session geleitet wird das Kinderdreigestirn von Prinzenführer Roland Mohlberg, der das in dieser Session zum elften und auch zum letzten Mal macht. Danach wird eine junge Dame den Posten übernehmen, wie auf der Proklamation angekündigt wurde.

 

 

 

Foto: dju Prinz Mike I., Bauer Robin und Jungfrau Lisa (Hauptmann) sind soeben zum Kinderdreigestirn proklamiert worden.

Brühler Schloßbote

Montag, 11.01.2016

 

„Bröhl Alaaf“ für das Kinderdreigestirn

 

Brühl(dju). Das Kinderdreigestirn mit Prinz Mike I. (Hauptmann), Bauer Robin (Hoffmann) und Jungfrau Lisa (Hauptmann) ist nun auch in Amt und Würden. Die drei wurden im Brauhausgarten Alt-Brühl von Bürgermeister Dieter Freitag proklamiert. Bei ihrer jecken Tour durch die fünfte Jahreszeit wird das junge Trifolium von Kinderprinzenführer Roland Mohlberg begleitet. Gemeinsam werden sie mit dem Motto "Ob weiß, ob schwarz, ob leicht, ob schwer - mir fiere all dä Fasteleer!" durch die Säle und über die Straßen ziehen, um eine tolle Zeit zu erleben. "Ist die Session auch ultrakurz, uns Dreien ist das schnurz", erklärte das Kinderdreigestirn zum jecken Amtsantritt. Das junge Trifolium hat seine närrische Heimat bei den Vochemer Ölligspiefe. Der zehnjährige Prinz Mike I. und der ebenfalls zehn Jahre alte Bauer Robin teilen sich das Hobby Fußball spielen. Die achtjährige Jungfrau Lisa indes bevorzugt das Tanzen in der Ölligspiefe-Tanzgarde. Zu Beginn der Veranstaltung war das Kinderdreigestirn des Vorjahres, Prinz Jens I. (Kiehnel), Bauer Enrico (Engler) und Jungfrau Nathalie (Kiehnel) mit einem schallenden Alaaf der Gäste in den närrischen Ruhestand verabschiedet worden. Wilfried Hägele, Präsident des Festausschusses Brühler Karneval, überreichte ihnen als Dankeschön für eine „tolle Session“ die traditionelle blaue Extollitätenkappe.

 

 

 

Foto: Harald Zeyen

Brühler Schloßbote

Mittwoch, 06.01.2016

 

Den närrischen Olymp in Brühl erklommen

 

Brühl(huz). Die Schlossstadt hat einen Festausschusspräsidenten aus Schwaben und jetzt auch einen Prinzen aus der Pfalz: Markus I.(Feickert) eroberte gemeinsam mit Bauer Alwin (Brück) und Jungfrau Uwéla (Fischer) die Herzen im Sturm. Bürgermeister Dieter Freytag proklamierte die drei Westler in einer Rede in Reimform vor rund 700 begeisterten Gästen, die nicht nur eine erfrischende Amtseinführung, sondern auch mit Guido Cantz, Bernd Stelter, Blom un Blömcher und vielen anderen bekannten Kräften ein Spitzenprogramm erlebten, moderiert von Dr. Andreas Bröhl und Wolfgang Vaupel.                          

Endlich den langersehnten Narrenolymp erklommen: Das frisch proklamierte Brühler Dreigestirn mit (v.l.) Jung-frau Uwéla, Prinz Markus I. und Bauer Alwin. Fotos: Harald Zeyen

Markus I. (Feickert), Bauer Alwin (Brück) und Jungfrau Uwéla (Fischer) wurden zum Brühler Dreigestirn proklamiert.

Die Schlossstadt hat einen Prinzen aus der Pfalz: Unter den Augen der rheinhessischen Weinprinzessin Veronika Wügner eroberte Markus I. (Feickert) gemeinsam mit Bauer Alwin (Brück) und Jungfrau Uwéla (Fischer) die Herzen der Brühler im Sturm. Bürgermeister Dieter Freytag proklamierte die drei aus den Reihen der KG Brühl-West in Reimform vor rund 700 begeisterten Gästen, die nicht nur eine erfreulich kurzweilige Amtseinführung, sondern auch mit Guido Cantz, Bernd Stelter, Blom un Blömcher, Klaus und Willi und vielen anderen bekannten Kräften ein Spitzenprogramm erlebten.

Mit einem erfrischenden Auftritt der Brühler Jugendtanzcorps aus verschiedenen Gesellschaften begann die bunte Veranstaltung, die wiederum vom „Doppelpack“ Dr. Andreas Bröhl und Wolfgang Vaupel moderiert wurde. Der Tenor Norbert Conrads sorgte mit bekannten Ostermann-Liedern für so manches stille Tränchen in den Augen der Zuhörer und bereitete den Boden für den triumphalen Einzug der neuen Tollitäten mit einer Hundertschaft

der Fidele Bröhler/Falkenjäger.

 

Bevor sie den lange ersehnten närrischen Olymp endgültig erklommen, lobte Freytag „Seine Deftigkeit“ Bauer Alwin lächelnd als „Mann wie ein Baum“, teilte mit, dass für den früheren pfälzischen Kirmesredner Markus Feickert jetzt mehr Kölsch statt Wein fließe und rief den dreien zu: „Westler, loß jonn!“.

Bekannte sich musikalisch als Pfälzer Bub und auch als Brühler Junge: Prinz Markus I. bei seiner Antrittsrede. Foto: Harald Zeyen

Mit Bravour und einer schwungvollen Antrittsrede begeisterte Prinz Markus I., der zum Abschluss gesanglich bekannte: „Isch ben en Pälzer Bub, was willschte mache, benn och ne Bröhler Jong, un dunn jähn laache. Ich benn och sons nit schlääch, nä ich bin brav, mie Lieblingswöödche heiß Bröhl Alaaf!“.

Neben Prinzenführer Karl-Heinz Becker gehört der Dreigestirnsmannschaft die Adjutanten Dieter Josefus, Fabian Brück und Erwin Nowaczyk und die Fahrer Günther Keith, Gerd Klütsch und Michael Schmitz sowie Terminoffizier Franz Müller an.

 

Übrigens: Die komplette Rede und vieles mehr rund um die neuen Brühler Tollitäten kann man unter www.schlossbote.de nachlesen.

 

 

 

Gestern Nachmittag wurde das Brühler Dreigestirn proklamiert. Prinz Markus I., (Markus Feickert), Bauer Alwin (Alwin Brück) und Jungfrau Uwéla (Uwe Fischer) übernahmen die Macht. (Foto: Klose)

Majestäten geben sich volksnah

Prinz Markus, Bauer Alwin und Jungfrau Uwéla starteten in die Session

 

von MARGRET  KLOSE

 

Brühl „Isch ben en Pfälzer Bub, was willschte mache, benn och ne Bröhler Jong, un dunn jähn laache. Ich benn och sonst nit schlääch, nä ich bin brav, mie Lieblingswöödche heißt Bröhl Alaaf". Nach der Melodie des legendären Willy-Millowitsch-Songs „Ich bin ne Kölsche Jungg, watt willste mache“, sang sich am Sonntagnachmittag Prinz Markus I. (Markus Feickert) zusammen mit seinem Bauern Alwin (Alwin Brück) und der Jungfrau Uwéla (Uwe Fischer) in die Herzen der großen Brühler Narrenschar.

Gut 600 Jecke waren ins Tanzsportzentnvn gekommen, in dem Prinz Markus I., Bauer Alwin und Jungfrau Uwéla proklamiert wurden. Als „die drei aus dem Westen“ stellen sie im 44. Jahr der KG Brühl West das Dreigestirn der Schlossstadt. „Wir wünschen uns ein fröhliches und herzliches Miteinander mit allen Bürgern der Stadt und in allen Sälen, Kneipen und op d'r Strooß“, sagte Prinz Markus. Dabei sei es ihm völlig egal, ob die Menschen alt oder jung, zugezogen oder durch widrige Umstände in Brühl gestrandet, ob sie deutsch oder nicht deutsch, arm oder reich seien. Gemeinsam stellten die frisch proklamierten Tollitäten dann ihr Sessionsmotto vor: „Jetz weed met Hätz em Bröhlsche Karneval jefetz“.

Es sei ihnen ein Anliegen und eine Freude, mit allen Brühler Jecken in der ihnen eigenen Art zu feiern. Volksnähe sei ihnen dabei sehr wichtig. „Wir wollen ein Dreigestirn zum Anfassen sein“, versicherten die Majestäten gut gelaunt bei der Proklamation.

Wie ein roter Faden

 

Die KG Fidele Bröhler Falkenjäger hatte die Tollitäten in den Festsaal begleitet, Bürgermeister Dieter Freytag proklamierte sie und staffierte sie als Zeichen ihrer Macht mit Zepter, Dreschflegel und Spiegel aus. In einer amüsanten Rede stellte Freytag dem närrischen Volk die Tollitäten vor. So erfuhren die Gäste, dass Prinz Markus aus der Pfalz kommt und bereits 1993 als 27-Jähriger als technischer Betriebsinspektor in der damals noch nicht ganz fertig gebauten Bundesfinanzakademie seine Dienste antrat. Freytag ist deswegen fest davon überzeugt, dass, auch durch den Genuss von Kölsch statt pfälzischem Wein, in den Adern von Prinz Markus inzwischen viel mehr rheinisches als Pfälzer Blut fließt. Karnevalistisch hat der Prinz bei der KG West sehe Heimat gefunden. Bauer Alwin ist hingegen in Brühl geboren. Dort ging er zur Schule und absolvierte eine Ausbildung zum Maler und Lackierer. Der Karneval hat ihn seit seiner Jugend fest im Griff. Seit 1980 ist er Mitglied der Gabjeitiroler, die sich besonders durch ihre originellen Kostüme im närrischen Elias rasch einen Namen gemacht haben. Seit Mai 2014 ist Bauer Alwin auch Mitglied der KG Brühl West. Wie ein roter Faden zieht sich der Karneval durch das Leben von Jungfrau Uwéla. Zwar ist er in Erftstadt aufgewachsen und schnupperte dort erstmals Karnevalsluft, als er von Mutter geschoben im Kinderwagen im Zoch mit unterwegs war, doch in Brühl, mitten im Karneval im Saal Kuh1 lernte er seine Frau Marion kennen. Als er sie 1994 heiratete, war das in Brühl auf dem Standesamt die 111. Trauung.

Und während sich 1997 der närrische Elias durch die Straßen der Schlossstadt schlängelte, erblickte im Brühler Krankenhaus Sohn Niclas, weit vor dem errechneten Termin das Licht der Welt. Seit 2012 ist er bei den Westlern aktives Mitglied.

 

 

Brühler Schloßbote

Mittwoch, 30.12.2015

Brühls Dreigestirne „mobil gemacht“

Das große Brühler Dreigestirn freute sich über die „Mobilmachung“ für die Session 2016 durch Renault-Vorstand KommunikationReinhard Zirpel (r.). Foto: Müller

Nissan Europe stellte wieder einen Nissan Evalia für die kleinen Tollitäten zur Verfügung. Die Schlüssel überreichteMichael Bierdümpfl (2.v.l.). Foto: Müller

Brühl (huz). Seit nunmehr 43 Jahren stellt die Renault Deutschland AG moderne Fahrzeuge für die Brühler Tollitäten und den Präsidenten des Festausschusses Brühler Karneval (FBK) für die Zeit der Karnevalssession zur Verfügung. Und zum zweiten Mal war mit Dieter Freytag ein Brühler Bürgermeister mit dabei. Vor 13 Jahren hat sich das Nissan Center Europe in Brühl der guten Aktion angeschlossen, nachdem sie dies viele Jahre lang in ihrer früheren Zentrale in Neuss getan hatte. Renault-Vorstand

Kommunikation Reinhard Zirpel überreichte rechtzeitig vor der Proklamation drei bunt bemalte Renault Scénic, Grand Scénic und Mégane Grandtour an das Brühler Dreigestirn aus den Reihen der KG Brühl-West sowie einen Dacia Lodgy an FBK-Präsident Wilfried Hägele.

 

Nissan-Pressechef Michael Bierdümpfl überreichte den Fahrzeugschlüssel eines großräumigen Nissan Evalia an die Brühler Kindertollitäten Prinz Mike I., Bauer Robin und Jungfrau Lisa. Die kleinen Narrenfürsten, der FBK-Chef sowie Prinz Markus I. (Feickert), Bauer Alwin (Brück) und Jungfrau Uwéla (Uwe Fischer) hatten zum Dank für die Unterstützung neben vielen lobenden Worten für die beiden Autobauer auch Orden und Geschenke mitgebracht.

 

Bild: dju Rasierer marsch!. Auch Brühls stellvertretender Bürgermeister Heinz Jung (r.) rasierte die Jungfrau. Mit dabei Markus Feickert (l.), Markus Heller (M.) Alwin Brück..

Brühler Schloßbote

Freitag, 20.11.2015 18:50 Uhr

Die Jungfrau rasiert

Von Detlev Junker

 

Brühl (dju). Die KG West stellt in dieser Session das Dreigestirn. Dafür musste die designierte Jungfrau Uwe (Fischer) Haare lassen. Begleitet vom zukünftigen Prinzen Markus Feickert und dem baldigen Bauern Alwin Brück unterzog sich Fischer der traditionellen Jungfraurasur. Die Gäste konnten gegen eine Spende für einen guten Zweck der Jungfrau das Rasierwerkzeug an den Hals setzen und ihr ein glattes Äußeres verschaffen. Das närrische Spektakel wurde dabei kritisch vom Hoffriseur des Festkomitees Brühler Karneval, Markus Heller, beobachtet.

 

 

Das „Heddemer Dreigestirn“ Foto: Harald Zeyen

Brühler Schloßbote

Montag, 16.11.2015 14:18 Uhr

Volles Haus beim FBK

Brühl (huz). Ein kleines, aber feines Programm hatte der FBK für seinen Sessionsauftakt in der Schützenhalle Bonnstraße angekündigt, doch es wurde ein tolles Programm. Dafür sorgten vor allem die drei Jecken vom „Heddemer Dreigestirn“, die mit ihrer Nummer für Begeisterungsstürme sorgten. Ohne Zugabe durften die echten Frankfurter Jungen nicht zurück nach Hessen. Kostproben ihres Könnens zeigten die Tanzgruppen der Treue Husaren (sie kamen mit dem amtierenden und dem designierten Kinderdreigestirn) und der Pingsdorfer Narrenzunft, bevor die Schlossgarde rut-wieß einzog, im Schlepptau die Tollitäten 2015 und 2016. "Friday on my Mind" sorgte für Stimmung bis nach Mitternacht.

 

 

Brühler Schloßbote

Freitag, 13.11.2015 13:54 Uhr

Ein Angler, eine Prinzessin und ein echter Satansbraten

Designiertes Kinderdreigestirn stellte sich beim Bürgermeister vor

 

Foto: Harald Zeyen

Vorgestellt und Spenden überreicht: Das neue Brühler Kinderdreigestirn mit (v.r.) Robin Hoffmann, Mike und Lisa Hauptmann mit Bürgermeister Dieter Freytag und Kinderprinzenführer Roland Mohlberg.

 

Brühl. Einen fast schon perfekten Auftritt boten Mike und Lisa Hauptmann sowie Robin Hoffmann als kommendes Brühler Kinderdreigestirn bei ihrer offiziellen Vorstellung im Rathaus.

Selbstbewusst präsentierten sich die drei kleinen Narrenfürsten aus den Reihen der Ölligspiefe-Burgwache bei Bürgermeister Dieter Freytag. Während Prinz Mike I. gerne angeln geht, ist seine Schwester Lisa auch als Jungfrau eine wahre Prinzessin. Komplettiert wird das Trifolium von Bauer Robin, manchmal ein echter Satansbraten.

Für Kinderprinzenführer Roland Mohlberg, der letztmalig in diesem Amt antritt und Angelika Nürnberg als seine mögliche Nachfolgerin vorstellte, bedeutet die Mitwirkung im Kinderdreigestirn nicht nur Spaß und Freude, sondern sie trägt auch zu einer positiven Entwicklung der Persönlichkeit von Kindern bei. Das traditionelle Interview mit dem Bürgermeister meisterten die drei Jung-Tollitäten bereits wie kleine Profis.

Traditionell engagieren sich die Kinderdreigestirne für soziale Zwecke und die Kulturstiftung der Stadt Brühl. Bei ihrem Antrittsbesuch übergaben Prinz, Bauer und Jungfrau dem Bürgermeister ihren traditionellen Beitrag für die Stiftung und eine Krawatte in den Stadtfarben. Zudem hatten sie des Öfteren im Rahmen der Aktion „Pänz für Pänz“ im wahrsten Sinne ihren Kopf hingehalten und so stolze 700,- € für ein Kinderspielgerät gesammelt, das die Stadt vor einer Flüchtlingsunterkunft aufbauen wird. Der Festausschuss verdoppelte den Betrag sogar.

Mit Glückwünschen des Bürgermeisters in der Tasche zogen sie und ihre Begleitung anschließend in Begleitung einer großen Abordnung der Vochemer Ölligspiefe im Planwagen zur künftigen Hofburg.

 

 

Stilecht ging es für die künftigen Tollitäten im Cadilac in Richtung Hofburg, dem „Haus Kreisch. In der Mitte hatte der designierte Prinz Markus I. Platz genommen, links von ihm Bauer Alwin, an seiner rechten Seite Jungfrau Uwéla. (Foto: Havlicek)

Rundschau,

13. November 2015 Nummer 265

 

Künftige Majestäten fuhren im Cadillac

 

Neues Brühler Dreigestirn vorgestellt - Prinz ist gebürtiger Pfälzer - 44 Jahre KG Brühl-West

 

VON BRITTA HAVLICEK

 

BRÜHL. Die internationale Besetzung der Dreigestirne der Schlossstadt in den vergangenen Jahren fällt besonders auf. Das befand Dieter Guenich bei der Vorstellung des designierten Trifoliums und erntete Gelächter, Jubel und Applaus. Denn neben Tollitäten mit griechischen Wurzeln nannte er auch solche aus Düsseldorf und Sachsen.

Der künftige Brühler Prinz Markus I. Feickert, der jetzt mit Bauer Alwin Brück und Jungfrau Uwéla (Uwe Fischer) vom Festausschuss Brühler Karneval (FBK) vorgestellt wurde, passt da ins Bild. Denn der 49-Jährige ist gebürtiger Pfälzer. Er beruhigte die Anwesenden mit dem Verweis auf die Aussage seiner Frau Uschi: „Bei dir fließt mehr rheinisches als pfälzisches Blut in den Adern.“

Der designierte Prinz zitierte seine Frau mit einem charmant-pfälzischen Dialekt. .Isch howwe, es isso". Markus Feickert kam 1993 nach Brühl, wo er an der Bundesfinanzakademie tätig ist. In der Gaststätte Kreisch knüpfte er erste Kontakte zu den Mitgliedern der KG Brühl-West. 2006 wurde er Vize, seit Mai 2012 ist er Präsident der Gesellschaft. Seit Karnevalsdienstag freue er sich auf die bevorstehende Session. „Aus der Not geboren, zum Jubiläum geschenkt, von uns mit Freude gefüllt“ - so seien die drei aus der KG Brühl- West an die hoheitlich-närrischen Ämter gekommen, die sie nach dem Jahreswechsel offiziell antreten werden. Die KG Brühl-West, Brühls viertgrößte Karnevalsgesellschaft feiert in dieser Session ihr jeckes Jubiläum: Sie besteht seit 44 Jahren. Daher darf sie das Trifolium stellen. Neben Prinz Markus I. schwingt Bauer Alwin Brück zukünftig den Dreschflegel. Er stellte sich den anwesenden Vereinsvertretern als „ne waschechte Bröhler Jong“ vor, der „stark im Kampf gegen den Anti-Karnevals-Bazillus“ sei. Der 53-jährige Maler und Lackierer ist seit 1980 Mitglied der Gabjeitiroler, von 1994 bis 2008 war er bei der KG Nebenan, und am 1. Mai 2014 ist er der KG Brühl-West beigetreten. Der gebürtige Hürther Uwe Fischer, der sich nun als Jungfrau Uwéla lieblich in Szene setzt, machte seine ersten karnevalistischen Erfahrungen in Erftstadt-Köttingen. Seine Frau Marion sorgte dafür, dass er im Brühler Karneval sesshaft wurde. Und 201 1 machte der Reisebusfahrer die Bekanntschaft der närrischen Westler. Bei der Vorstellung der künftigen Tollitäten durch den Vizepräsidenten des FBK, Walter Breidenbach, bekamen die drei erste jecke Insignien: ein Glas, eine Leiter und einen Frosch, „eure eigene mobile Wetterstation“, sagte Breidenbach. Beste Wünsche gab es vom scheidenden Dreigestirn Fritz Wittig, Konrad Sahler und Maternus Roevenich. Dann fuhr das neue Dreigestirn, begleitet von einem Fackelzug, in einem Cadilac in die Hofburg „Haus Kreisch“. Unter ihrem Motto „Jetz weed met Hätz em Bröhlsche Karneval jefetz“ werden die drei am 3. Januar im Tanzsportzentrum proklamiert.

 

 

 

Brühler Schloßbote

12.11.2015 15:04 Uhr

 

Pfälzer Bub mit rheinischer Seele Neues Brühler Dreigestirn stellte sich im Rathaus vor - Verdienstorden für Regina Burum

Brühl (huz). Die Schlossstadt bekommt zum ersten Mal ein Dreigestirn mit einem Pfälzer Bub an der Spitze: Mit Markus Feickert (Prinz), Alwin Brück (Bauer) und Uwe Fischer (Jungfrau) aus den Reihen der KG Brühl-West stellte sich pünktlich am Elften im Elften im Rathaus das Brühler Trifolium 2016 vor. Sie folgen auf das großartige Dreigestirn mit Prinz Fritz I. (Wittig), Bauer Maternus (Roevenich) und Jungfrau Cornelia (Conny Sahler), die offiziell die „Blauen Zylinder“ aus den Händen des FBK-Vizepräsidenten Walter Breidenbach (er vertrat den erkrankten Narrenchef Wilfried Hägele) überreicht bekam.

Dieter Geuenich, Vorsitzender des Ordens-

kapitels, stellte in gewohnt witziger Art den neuen Karnevalsverdienstordens-träger vor. Die hohe Auszeichnung ging in diesem Jahr an eine Frau: Regina Burum, unverzichtbarer guter Geist des Vochemer Karnevalsvereins Blau-Gold, aber stets im Hintergrund wirkend, wurde geehrt für ihren nimmermüden und vielfältigen Ein-

satz als Tanzgruppenbegleiterin, Kostüm-

schneiderin, Fahrerin und für ihren großen sozialen Einsatz bei Seniorensitzungen. "Sie hat stets überall dort angepackt, wo Hilfe nötig war", sagte Geuenich in seiner Laudatio.

Hier Auszüge aus der Antrittsrede von Prinz Markus I. im Rathaus am 11.11.2015

 „Wir, das Brühler Dreigestirn 2016, freuen uns, dass Sie so zahlreich zu unserer Vorstellung hier im Kapitelsaal des Brühler Rathauses erschienen sind. Die KG Brühl-West, unsere Muttergesellschaft, wurde 1972 auch mit dem Ziel gegründet, neben den karnevalistisch üblichen Aktivitäten Dreigestirne und Tollitäten für unsere schöne Schlossstadt Brühl zu stellen. Klingt dieser Vorsatz aus heutiger Sicht auch etwas vermessen, so sind wir stolz, dass der schon mehrfach erfüllte Vorsatz nun im Jubiläumsjahr 2016 wieder durch uns drei mit Leben gefüllt wird! Was uns seit Karnevalsdienstag dieses Jahres bewegt und nicht mehr loslässt, kann ich in aller Kürze so umschreiben: „Aus der Not geboren, zum Jubiläum geschenkt, von uns mit Freude gefüllt." Dank unserer Gesellschaft, der KG Brühl-West, stehen wir heute hier, und ein herzlicher Dank gilt sowohl dem Vorstand als auch im Besonderen dem Ehrenpräsidenten Wolfgang Fritz, der dafür gesorgt hat, dass Brühl 2016 wieder ein Dreigestirn hat. Unser Dank geht auch an den Festausschuss Brühler Karneval, der unsere Bewerbung angenommen hat und unserem Bürgermeister Dieter Freytag, der uns schon im Frühjahr empfangen und akzeptiert hat.

Uns zur Seite steht unser allseits geliebter Brühler Prinzenführer Karl-Heinz Becker. Unsere Mannschaft setzt sich zusammen aus unseren Adjutanten Dieter Josefus, Fabian Brück und Erwin Nowaczyk sowie unseren Fahrern Günter Keith, Gerd Klütsch und Michael Schmitz.

Zu meiner Person: Im Rheinland, besonders in der unmittelbaren Nähe von Köln, gibt es für Nicht-Rheinländer ein heute immer noch gern benutztes Wort, nämlich „Imi“. Hier und heute gestehe ich, ich bin gerne ein Imi aus der Pfalz, weil ich gerade hier meinem Lebensmotto fröhnen kann: „Lääve und lääve losse“ und „jedem Jeck sing Pappnas“. Hier im wunderschönen Städtchen Brühl lernte ich auch meine Frau Uschi kennen, die sogar meinte, dass bei mir mehr rheinisches als pfälzisches Blut in den Adern fließt. Ich hoffe, es ist so!

Für meine inzwischen zur Heimat gewordene Stadt Brühl trete ich aus vollem Herzen als Prinz Markus I. an, um mit Euch zusammen den rheinischen Frohsinn unters närrische Volk zu bringen. Das ist mein Wunsch, der Wunsch meiner designierten Jungfrau und auch der Wunsch meines designierten Bauern, dem ich jetzt das Wort erteile.“

(Alwin Brück: „Hier bin ich: 'ne waschechte Bröhler Jong! Im Brühler Westen aufgewachsen und immer noch dort wohnhaft, freue ich mich, dass ein schon seit vielen Jahren gehegter Wunsch für mich in Erfüllung geht. Stark im Kampf gegen den Anti-Karnevals-Bazillus und zugleich treu meinem zukünftigen Prinzen ergeben, will ich meiner Vaterstadt Brühl als wehrhafter Bauer im Dreigestirn 2016 dienen. Gerne tret' ich zur Seite, um der zukünftigen zarten Lieblichkeit Platz zu machen.“)

 (Uwe Fischer: „Schon als kleiner Stropp war ich schon immer mit meinen Eltern mittendrin im rheinischen Karneval. Mir wurde der Frohsinn sozusagen in die Wiege gelegt, wenn auch nicht in Brühl, aber ganz in der Nähe in Erftstadt-Köttingen. Durch die Liebe zu meiner Frau Marion verschlug es mich nach Brühl. Und mein Wunsch, einmal Jungfrau im Brühler Dreigestirn zu werden, ist schon seit Jahren vorhanden. Ich bin froh und glücklich, dass ich heute, am 11.11. als Eure zukünftige Jungfrau vorgestellt werde. Vielen Dank. Mein Prinz, Du hast das Wort.“)

„Wir, das designierte Brühler Dreigestirn der Session 2016 wünschen uns ein fröhliches und herzliches Miteinander in Sälen, Kneipen und op d'r Strooß. Mit allen Bürgern der Stadt, ob alteingesessen, zugezogen oder durch widrige Umstände in Brühl gestrandet, ob Deutsch oder nicht Deutsch, ob arm oder reich, ob jung oder alt, lasst uns den Brühler Karneval gemeinsam feiern, darauf freuen wir uns. Für alle wollen wir da sein, damit wir durch den Karneval noch näher zusammenrücken und ganz viel Spaß gemeinsam haben werden. Dafür stehen wir drei mit unserem Motto:

Gemeinsam: Jetz weed met Hätz

em Bröhlsche Karneval jefetz!

Unser ganz persönlicher Dank gilt unseren drei Frauen Uschi, Isabella und Marion.

Zum Schluss rufe ich aus auf unsere wunderschöne Schlossstadt vun Hätze

Bröhl Alaaf

Festausschuss Bröhler Karneval Alaaf

Dreigestirne Alaaf"

 

 

Karneval über Generationen hinweg. FBK-Archivarin Margret Malessa-Hägele und das designierte Kinderdreigestirn zeigen Exponate aus dem Karnevalsarchiv. Bild: dju

Brühler Schloßbote, 20. September 2015
 

Einblick in das Karnevalsarchiv

Von Detlev Junker

 

Brühl. (dju) „Wenn wir die Zukunftgestalten wollen, müssen wir dieVergangenheit kennen“, sagte Margret Malessa-Hägele, Archivarin des Festausschusses Brühler Karneval (FBK). Erstmals präsentierte der Festausschuss sein neues Archiv in den Räumen der früheren Heider Grundschule.“Es galt eine Vielzahl von Dokumenten und Exponaten zu sichten, zu sortieren und aufzubereiten", berichtete Malessa-Hägele von den Mühen ihrer Arbeit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Neben alten Uniformteilen und ausgedienten Ornaten wurden die Orden der Gesellschaften erfasst und nach dem Namen der Gesellschaft katalogisiert. Zahlreiche Aktenorder füllen die Regale. In ihnen sind Dokumente und alte Festschriften abgelegt. Fotos von längst vergangenen Karnevalstagen sind weitere Bestandteile des Archivs. „Der heutige Archivbestand ist nicht das Ende“, sagte Malessa-Hägele, denn „die Archivarbeit wird stetig fortgeschrieben. Daher bitte ich um Kontaktaufnahme über den Festausschuss Brühler Karneval, wenn jemand noch sein persönliches Schätzchen aus Familienbeständen dem Karnevalsarchiv übergeben möchte.“Die Unterlagen des Archivs gehen auch bis die Zeit des Brühler Karnevals in den1920er und 1930er Jahren zurück, „Von den damaligen Gesellschaften hat keine die Wirren der Zeit überstanden, erst in den 1950er Jahren fasst der Karneval wieder Fuß in Brühl“, sagte die jecke Archivarin. Zum Tag der offenen Tür waren auch viele aktive Karnevalisten erschienen. Mit dabei auch das Kinderdreigestirn der kommenden Session der designierte Kinderprinz Mike I., Bauer Robin und Jungfrau Lisa.

 

 

 

Rundschau, 18. September 2015 Nummer 217

 

Kistenweise Karnevalsorden

Festausschuss lädt zum Tag der offenen Tür in sein Archiv ein

 

VON BRlTTA HAVLICEK

 

Margret Malessa-Hägele hat das Archiv des Festausschusses Brühler Karneval aufgebaut.

(Foto: Havlicek)

 

BRÜHL-HEIDE. Wer kennt noch die Fidelen Rheinauer? Die Blauen Dragoner von Brühl? Oder die Stadtsoldaten? Oder den Verein „Gans in Rosa?“ Sie waren einst Bestandteil des Brühler Karnevals. Auch wenn sich die Vereine zum Teil längst aufgelöst haben, gibt es eine Reihe Erinnerungen an sie: Karnevalsorden, alte Fotos, Protokolle von Mitgliederversammlungen, historische Festhefte, Standarten und jede Menge mehr. Diese Stücke hat Margret Malessa-Hägele, Archivarin des Festausschusses Brühler Karneval (FBK), gesichtet, sortiert und katalogisiert. Sie gehören jetzt zum Archiv des FBK, das Margret Malessa-Hägele gemeinsam mit fleißigen Helfern in einem Klassenraum der ehemaligen Grundschule in Brühl-Heide eingerichtet hat.

 

Am Sonntag, 20. September, von 11 bis 17 Uhr, können sich Neugierige das neue Archiv in den Räumen an der Villestraße 57 anschauen.

 

Bereits im Rahmen der Ausstellung des Festausschusses anlässlich des 44-jährigen Bestehens – das war im vegangenen Jahr – hatte Margret Malessa-Hägele zahlreiche Archivunterlagen gesammelt und sortiert. „Sie waren in Kisten untergebracht und an mehreren Orten gelagert“, berichtet die Archivarin. Unter anderem waren die Unterlagen in einem Lagerraum in einer Tiefgarage abgestellt. Kistenweise Karnevalsorden hatte sie zusammengetragen und zu Hause nach Erscheinungsjahr und Verein sortiert. Sie packte sie einzeln ab und deponierte sie in beschrifteten Schachteln. Erst als die Stadt Brühl den Raum in der ehemaligen Grundschule zur Verfügung stellte, wurden die Schachteln, Aktenordner und all die großen und kleinen Schätze des Brühler Karnevals dort einsortiert.

 

Eine Reihe Aktenordner beinhaltet vor allem Zeitungsartikel, die Karl-Heinz Sicken mit Umsicht gesammelt hat. In weiteren Ordnern befinden sich Kassenberichte, Protokolle und Aufzeichnungen einzelner Vereine, die sich seit 1970 unter dem Dach des FBK formiert hatten. Besonders beeindruckend ist die Sammlung an Karnevalsorden, die in dem Archiv zu finden sind. Beispielsweise ist der Prinzenorden von 1929 archiviert, den einst Prinz Jakob I. von Vochem getragen hatte. „Kraft durch Freude“ lautete das Motto von Prinz Josef I., der 1938 den Brühler Karneval regierte. „Daran erkennt man schon die politischen Umstände, die damals geherrscht hatten“, sagt Margret Malessa-Hägele. Mehr als 2000 Orden hat sie archiviert. Und sie hat jeden einzelnen fotografiert und katalogisiert, so dass Besucher in Ruhe nachschlagen können und sich einen Überblick über die gesammelten Orden verschaffen können.

 

Die Archivarin  präsentiert auch alte Kappen, beispielsweise von den Fidelen Rheinauern, das Gewand der Jungfrau des Brühler Dreigestirns von 1973, das eine Besonderheit zeigt. „Normalerweise sind die Jungfrauen-Kleider in Brühl blau mit gold“, erklärt Malessa-Hägele. „1973 waren die Farben vertauscht.“ Aus den historischen Bildern hat die Archivarin einen Film erstellt, der ebenfalls am Sonntag gezeigt wird. Die Mitglieder des FBK freuen sich auf alle Interessierten, die das neue Archiv kennenlernen möchten. Und sie freuen sich natürlich über jedes historische Bild und jede Erinnerung, die ihnen überlassen werden.

 

 

 

Brühler Schloßbote Mittwoch, 16.09.2015

 

Festausschuss Brühler Karneval öffnet sein Archiv

 

Brühl-Heide. Um einer breiten Öffentlichkeit das inzwischen zumindest teilweise aufbereitete Material zugänglich zu machen, veranstaltet der Festausschuss Brühler Karneval (FBK) einen Tag der offenen Tür in seinem Brühler Karnevalsarchiv am Sonntag, 20. September von 11 bis 17 Uhr in der alten Heider Schule, Villestraße 57. Im Rahmen der FBK-Ausstellung in 2014 sind damals Quellen und Originale des Brühler Karnevals bis in die 20er und 30er Jahre dem Archiv zugegangen. FBK-Präsident Wilfried Hägele: „Wir hoffen, dass durch die Einbeziehung der Öffentlichkeit uns noch das eine oder andere Schätzchen aus Familienbeständen überlassen wird.“

 

 

Brühler Schloßbote

Mittwoch, 20.05.2015

Dreigestirn „abgenickt“

 

Ein Dreigestirn zum Anfassen wollen Markus Feickert (2.v.l.), Alwin Brück (2.v.r.) und der fehlende Uwe Fischer sein. Darauf freuen sich Bürgermeister Dieter Freytag (m.), Prinzenführer Karl-Heinz Becker (l.) und FBK Präsident Wilfried Hägele.                                                                                          Foto: Harald Zeyen

 

Brühl (huz). Auch im kommenden Jahr wird die Schlossstadt von einem „Dreigestirn zum Anfassen“ regiert. Markus Feickert wird als Präsident der KG Brühl-West das Amt des Prinzen übernehmen, eingerahmt von seinen Vereinskameraden Alwin Brück als Bauer und Uwe Fischer als Jungfrau. Da Fischer wegen eines Trauerfalls nicht erscheinen konnte, wurden die zwei verbliebenen Tollitätenanwärter im Kapitelsaal des Rathauses offiziell von Bürgermeister Dieter Freytag „abgenickt“ und können sich nun bei Sommerfesten oder ähnlichen Anlässen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Das Trio, das wieder von Prinzenführer Karl-Heinz Becker begleitet wird, erwartet im Zeichen des 4 x 11-jährigen Bestehens ihrer KG eine „kurze, aber knackige Session“, so FBK-Präsident Wilfried Hägele. Er konnte freudig mitteilen, dass dank der Initiative des FBK und einiger ehemaliger Tollitäten für die nächsten vier Jahre Dreigestirne in Brühl bereitstehen.

 

 

 

 

Das designierte Dreigestirn der Stadt Brühl (Session 2016) stellte sich beim Bürgermeister vor.

 

 

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